5. Mai 2019 Maimarkt Rückblick

Der 8. Auftritt der Kraichgauer Museumsfreunde auf dem Mannheimer Mai-Markt

Im Mittelpunkt des diesjährigen Mai-Markt-Auftritts der Heimatfreunde aus Eschelbronn, Meckesheim, Neidenstein und Epfenbach stand die Milchwirtschaft der vergangenen Zeiten und dafür wurde extra eine (Holz)-Kuh mit einem täuschend echten Euter in die Quadratstadt transportiert, worüber der Mai-Markt-Besucher nur staunte.

An diesem Euter-Modell konnte man versuchen, möglichst viel Milch aus der Euter herauszukitzeln, was dem einen besser und dem anderen etwas schlechter gelang.

Alle möglichen Utensilien zum Thema wie Milchkannen, Milchflaschen, Abfüllanlagen, Zentrifugen, Messgeräte und vieles mehr wurden vorgestellt und eine Attraktion in diesem Jahr war die Herstellung von frischer Butter, wofür Doris Sauter und Brigitte Treibel aus Epfenbach verantwortlich waren. Auf frischem Brot wurde es den Gästen serviert und viele konnten einfach nicht mehr davon loslassen.

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An einer Holzkuh konnte sich der städtische Mai-Markt-Besucher mehr oder weniger erfolgreich am Melken üben.

Immer wieder ein Hingucker ist die alte Schulstube, die von Fritz und Marliese Barth aus Meckesheim betreut wurde. Da werden Erinnerungen wach und Kinder nehmen schon mal auf der historischen Schulbank Platz und können einen Eindruck davon gewinnnen, wie das Schulleben früher war. Alt-Rektor Fritz Barth hatte dazu natürlich viel zu erzählen.

Nicht mehr viele Worte braucht man über den Eschelbronner „Drechselkönig“ Bernd Pfister verlieren, der schon seit vielen Jahren an seiner Maschine bei der Herstellung seiner hölzernen Kunstwerke die Besucher begeistert und immer wieder neugierige Blicke auf sich zieht.

Manfred Schmitt, „Otto“ Müller, Hans-Dieter Kretzler und Roland Wolf lockten in vielen Gesprächen die Besucher mit den neugestalteten Werbeflyern an. Man freute sich dabei über viele Leute, die im Vorbeigehen am Stand längere Zeit verweilten und über eigene Erinnerungen und Erfahrungen mit der Region berichten konnten. Es ist dabei immer wieder erstaunlich, wer alles im Laufe der letzten Jahrzehnte seine Möbel in Eschelbronn gekauft hat und dabei gute Erfahrungen gemacht hat.

Für Bürgermeister Marco Siesing war es eine Selbstverständlichkeit, in seiner alten Mannheimer Heimat die Museumsbetreiber zu besuchen und ihnen einen guten und erlebnisreichen Tag auf der Regionalmesse zu wünschen.

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Früh am Morgen besuchte Bürgermeister Marco Siesing die Eschelbronner Mai-Markt-Aktivisten und wünschte allen einen erfolgreichen Tag

Dann ging es los für die vier Vereinsvorstände Rainer Heilmann, Fritz Barth, Jürgen Kurz und Ludwig Kress ins „Gläserne Studio“ von SWR 4 Kurpfalzradio. Dort wartete schon der Moderator Andreas Fischer mit einigen Gästen und wollte wissen, was denn an den Kraichgauer Museen so besonders sei.

Bei der Beantwortung der Fragen war man nicht wortfaul und Ludwig Kress erinnerte gleich mal an das Neidensteiner 700-jährige Ortsjubiläum und verwies auf die ausgediente Telefonzelle, die jetzt 700 Bücher beherbergt, in denen der Bürger des Burgdorfs schmökern kann.

Jürgen Kurz verwies auf die 300-jährige Geschichte des Epfenbacher Museumsgebäudes mit ihren historischen landwirtschaftlichen Ausstellungsstücken und nicht weniger lebhaft berichtete Fritz Barth von seinen Erlebnissen aus der Meckesheimer Schulzeit, die er in seiner „Schulstube“ immer wieder gern erzählt.

Rainer Heimann brauchte für das „Schreinerdorf Eschelbronn“ und seinem Schreiner- und Heimatmuseum gar nicht mehr viel Werbung machen, so bekannt ist man rund um Mannheim schon. An die Besucher des „Gläsernen Studios“ verteilte er noch das Brot mit der frisch geschlagenen Butter, wofür alle sehr dankbar waren.

Zurück ging es dann in die Halle 35, der „Halle der Metropolregion Rhein-Neckar“, wo man in den vergangenen acht Jahren heimisch geworden ist. Am Nachmittag wurden noch viele Gespräche geführt, über einige Besucher aus Eschelbronn und aus der Umgebung freute man sich noch und am benachbarten Weinstand versüsste die Weinkönigin aus St.Martin mit ihren Prinzessinnen den Museumsfreunden aus dem Kraichgau ihren ausklingenden arbeitsreichen Tag.

Wie immer war Hans-Peter Miesel mit seinem Kleinbus der Schreinerei Igor Braun für die Logistik verantwortlich. Dieser Firma muss an dieser Stelle gedankt werden für die inzwischen jahrelange Unterstützung der Aktion.

So, wie der Bus am Morgen beladen wurde, so musste er am Abend auch wieder entladen werden. Auch das gehört zu einem sehr langen Mai-Markt-Tag.

Als alle am Abend von den beiden Mai-Markt-Organisatorinnen Daniela Hirsch und Laura Müller mit einem hoffnungsfrohen „Bis zum nächsten Jahr“ verabschiedet wurden, da war allen klar, dass man auch 2020 wieder dabei sein wird, ob man will, oder nicht.